Tag-Archiv | New Adult

Falling into you. Für immer wir / Jasinda Wilder

Cover "Falling into you"Titel: Falling into you. Für immer wir (Falling into you)

Autor: Jasinda Wilder

Seitenzahl: 314

Woher ich es habe: von Blogg dein Buch zur Rezension erhalten

Ich möchte mich ganz herzlich beim Mira Taschenbuch Verlag für die Übersendung des Buches bedanken!

Handlung:

Schon seit ihrer Kindheit sind Nell und Kyle die besten Freunde. Doch als Nell mit 16 endlich ihr erstes Date mit Kyles bestem Freund Jason haben soll, geschieht schließlich das, worauf das Umfeld der beiden schon seit langem gewartet hat: Nell und Kyle gestehen sich ihre Liebe und sind von nun an ein Paar. Alles könnte perfekt sein, doch dann stirbt Kyle 2 Jahre später bei einem Unfall. Nell ist am Boden zerstört und gibt sich die Schuld am Tod ihres Freundes. Auf der Beerdigung trifft sie auf dessen großen Bruder Colton und zwischen den beiden besteht sofort eine magische Anziehungskraft. Doch Nell darf diesem Drang nicht nachgeben, denn – so findet sie – Glücklichsein hat sie nicht mehr verdient.

Eigene Meinung:

Über das Cover des letzten Mira-Titels, den ich rezensiert habe, konnte ich mich ja nur mäßig begeistert zeigen. Die Gestaltung von „Falling into you“ finde ich aber extrem gelungen, das Cover spricht mich wirklich an. Das geschmackvolle, an den Rändern leicht verschwommene Titelbild drückt wunderbar die Stimmung des Romans aus und dürfte die Zielgruppe sicherlich auf Anhieb ansprechen. Raffiniert ist auch, dass das Cover auch auf der Buchrückseite fortgesetzt wird und erst dort zu sehen ist, dass die junge Frau auf dem Bild ein Herz in der Hand hält. Hier stimmt wirklich alles: Bildauswahl, Farbschema, Schriftart – super! Im Inneren kommt das Buch dann allerdings recht schmucklos daher, aber es kommt ja auch auf den Inhalt an, nicht wahr?

Gerührt hat mich gleich zu Beginn die Widmung der Autorin an all diejenigen, die wissen, was es bedeutet, einen geliebten Menschen zu verlieren. Das schafft sofort einen viel persönlicheren Zugang zur Handlung und die gewählten Worte sind so traurig wie wahr. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und auf verschiedenen zeitlichen Ebenen. Es beginnt zunächst mit der Vergangenheit und erzählt, wie Kyle und Nell zueinander gefunden haben. Anschließend springt die Handlung in die Gegenwart, etwa 2 Jahre nach einer schicksalhaften Begegnung zwischen Nell und Colton. Diese beiden sind es auch, die abwechselnd ihre Geschichte erzählen – ein gelungener Aufbau, wie ich finde, denn so ist der Leser bei allen wichtigen Ereignissen hautnah dabei.

Die Protagonisten, zumindest die der Gegenwart, mochte ich sehr. Nell ist ein sympathisches Mädchen, das eigentlich so voller Leben und Energie steckt, das sich seit dem Tod ihres Freundes aber mit furchtbaren Geistern herumschlägt. An Colton gefiel mir, dass er nicht der typische Bad Boy ist. Natürlich hat er Tattoos und macht Musik, auf der anderen Seite ist es ihm aber gelungen, seiner Gang-Vergangenheit den Rücken zuzuwenden. Und seine Schwäche, die man im Verlauf des Romans kennen lernt, macht ihn für mich noch liebenswerter und greifbarer. Kyle hingegen blieb für mich blass und unnahbar. Vielleicht lag es daran, dass ich ihm nur in wenigen Szenen begegnet bin oder daran, dass er damals noch ein Teenager war, aber ich konnte zu ihm keine Beziehung aufbauen. Er wirkte auf mich sehr naiv und, ehrlich gesagt, ein wenig spießig.

Die Handlung an sich hat mich im Verlauf der Geschichte mehrmals zu Tränen gerührt und ich konnte wirklich mit beiden Beteiligten mitfühlen. Nell trägt so unglaublich große Schuld mit sich herum und auch Colton ist im Leben bisher nur wenig Gutes widerfahren. Umso verständlicher, dass die beiden sich zueinander hingezogen fühlen und – wie Colton im Roman sagt – sie sind gut für einander. Dennoch kann ich auch nachvollziehen, wie schwer es ihnen fällt, diese Tatsache zu akzeptieren, denn schließlich waren Kyle und Colton Brüder, wenn auch so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Der Schluss der Geschichte kam für mich sehr plötzlich und unerwartet und wenn ich etwas an diesem Roman kritisieren kann, dann wohl dieses. Der Schicksalsschlag, der die beiden ereilt und Coltons Geheimnis, das schließlich ans Licht kommt, waren mir ein wenig zu viel. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn „Falling into you“ ist wirklich das Highlight unter den New Adult-Romanen der letzten Zeit und ich freue mich deshalb schon sehr auf „Falling into us. Dein für immer“, welches im Oktober erscheint und die Geschichte von Jason und Nells Freundin Becca erzählt.

Fazit: eine ganz besondere Liebesgeschichte, die zu Tränen rührt

5K

 

My favorite mistake / Chelsea M. Cameron

SAM_2514_1Titel: My favorite mistake. Der beste Fehler meines Lebens

Autor: Chelsea M. Cameron

Seitenzahl: 402

Woher ich es habe: von Blogg dein Buch zur Rezension erhalten

Ich möchte mich ganz herzlich beim Mira Taschenbuch Verlag für die Übersendung des Buches bedanken!

Handlung:

Als Taylor Caldwell mit ihren Freundinnen Darah und Renee die gemeinsame Wohnheim-WG bezieht, ahnt sie noch nicht, dass schon bald jemand ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird. Dieser Jemand erscheint in Gestalt von Musiker und Bad Boy Hunter Zaccadelli, der als Ersatz für die abgesprungene vierte Mitbewohnerin mit in die Studentenbude einziehen soll. Taylor ist geschockt – sie soll sich mit einem Mann ein Zimmer teilen? Dabei ist sie doch lieber für sich und hütet zurückgezogen ein großes Geheimnis, das sie schon seit Jahren verfolgt. Doch auch Hunter verbirgt hinter seiner harten Schale einen weichen Kern und die beiden fühlen sich schon nach kurzer Zeit zueinander hingezogen. Kann Taylor ihre Angst vor Beziehungen dieses Mal überwinden? Und kann sie Hunter wenigstens einmal ganz und gar auf eine Frau einlassen?

Eigene Meinung:

Das Cover von „My favorite mistake“ ist leider nur teilweise gelungen. Gut gefällt mir der Collegeblock als Hintergrund und der schraffierte Titel. Passend dazu ist auch der Autorenname als angehefteter Notizzettel gestaltet. Ob man allerdings solche Dinge wie „New York Times Bestseller Autorin“ hinzufügen muss, das erscheint mir doch fraglich. So weckt man beim Leser unter Umständen Erwartungen, die das Buch nicht zu halten vermag, aber dazu später mehr. Weniger gut gefallen hat mir die farbliche Gestaltung des Covers und die Kritzeleien auf dem Block. Das mutet doch ein wenig kindlich an, wenn man bedenkt, dass hier Frauen und Mädchen angesprochen werden sollen, die dem Teenageralter bereits entwachsen sind. Aber grundsätzlich lässt sich bei dieser Titelgestaltung sagen: What you see, is what you get, nämlich eine zarte, bitter-süße Liebesgeschichte.

Inhaltlich bietet die Geschichte nichts wahnsinnig Neues, im Gegenteil: leicht schüchternes, verklemmtes Mädchen mit Vergangenheit trifft auf musikalischen Bad Boy mit Geheimnis. Natürlich kommen die beiden zu Beginn nicht gut miteinander klar. Zumindest mag sie ihn nicht und versucht ihn auf Distanz zu halten. Er sieht das Ganze am Anfang nur als Spiel, als Herausforderung, entwickelt dann aber doch – zum ersten Mal in seinem Leben – tiefe Gefühle. Dann folgt die unvermeidliche Wette, gefolgt von einem mehrere hundert Seiten langen Katz- und Mausspiel. Und natürlich wissen bereits alle anderen, dass Taylor und Hunter füreinander bestimmt sind, nur die beiden selbst nicht. Oder zumindest gilt das für Taylor für die nicht sein kann, was nicht sein darf. Hm, wo hab‘ ich das ganze schon mal gelesen? Ach ja, in fast jedem neu erscheinenden New Adult-Titel, so zum Beispiel in „Beautiful Disaster“ von Jamie McGuire.

Zugegeben: die Protagonisten sind wirklich sympathisch. So sympathisch, dass man am liebsten selbst in die Chaos-WG einziehen möchte und mit ihnen abendliche Kochsessions abhalten möchte. Mit Taylor leidet man sofort mit, möchte sie abwechselnd wachrütteln und tröstend in den Armen nehmen. Und Hunter ist natürlich so charmant wie nervtötend mit seiner oft herablassenden, dann aber auch überraschen sanften Art. Wenn es ihm dann nach einer ganzen Weile dann endlich gelingt, die Mauer, die Taylor all die Jahre um sich gebaut hat, einzureißen, dann nimmt einen das schon mit. Ergänzt wird dieses Pärchen von großartigen Nebenfiguren, allen voran Meg, die wohl beste Freundin, die man sich als Frau wünschen kann. Aber auch Taylors Schwester Tawny ist einfach klasse!

Zur eigentlichen Handlung gibt es dann nicht mehr viel zu sagen – die ist an sich ja schon vorprogrammiert. Was mich nur immer wieder fasziniert ist die Tatsache, dass Frauen, die so ein schweres Trauma mit sich herumtragen, dann doch bei der ersten Gelegenheit in den Armen des Mannes dahinschmelzen und der Sex natürlich sofort wundervoll ist. Das entspricht wohl kaum der Realität, aber nun ja… Trotz all dieser Kritikpunkte ging es mir mit „My favorite mistake“ wie bei allen ähnlichen Romanen dieser Art, die ich zuvor gelesen hatte. Sie entwickeln einfach einen wahnsinnigen Sog – die Seiten fliegen nur so dahin. Man leidet mit den Protagonisten mit und muss natürlich wissen, wie alles (hoffentlich gut) ausgeht. Das wird sicher nicht mein letzter New Adult-Roman gewesen sein, aber ich denke, ich mache diesbezüglich erstmal eine Pause.

Fazit: ein durchschnittlicher New Adult-Roman, der die Erwartungen an das Genre voll erfüllt

3K

 

Für immer Ella & Micha / Jessica Sorensen

SAM_2387_1Titel: Für immer Ella & Micha (The forever of Ella and Micha)

Autor: Jessica Sorensen

Seitenzahl: 349

Woher ich es habe: bei einem Gewinnspiel des Verlages gewonnen

Ich möchte mich ganz herzlich beim Heyne Verlag für die Übersendung des Buches bedanken!

Reihenfolge:
1. Das Geheimnis von Ella & Micha
2. Für immer Ella & Micha
3. The ever after of Ella and Micha

Handlung:

Ella und Micha waren schon immer die besten Freunde, doch inzwischen sind sie weit mehr als das. Vieles haben sie gemeinsam durchgestanden, aber nun müssen sie es eine Weile ohne einander aushalten. Während Ella ihre Ausbildung am College weiterführt, tourt Micha mit seiner Band durch die Staaten. Da natürlich Bandkollegin Naomi immer mit von der Partie ist und dabei kein gutes Haar an Ella lässt, sind Eifersucht und Streitereien vorprogrammiert. Und dann sind da noch die Dämonen aus ihrer Vergangenheit, die Ella nicht loslassen und so trifft sie eine folgenschwere Entscheidung: sie muss Micha gehen lassen, um ihm ein glückliches Leben zu ermöglichen.

Eigene Meinung:

„Für immer Ella & Micha“ schließt direkt an seinen Vorgänger an und ist – wie auch die anderen Bücher der Autorin – abwechselnd aus Ellas und Michas Perspektive in der Ich- und Gegenwartsform erzählt. So kann der Leser beide Blickwinkel der Geschichte kennen lernen und ist immer mitten im Geschehen. Schon zu Beginn der Handlung merkt man, dass Ella und Micha nicht so glücklich sind, wie sie es nach dem Ende von Band 1 eigentlich sein müssten. Ella fühlt sich ohne Micha auf dem College einsam, ihre Gedanken sind meistens bei ihm. Und auch Micha vermisst seine Ella May schmerzlich auf Tour. Außerdem ist er mit seiner Karriere als Musiker unzufrieden, wäre er doch lieber als Solokünstler denn mit seiner Band unterwegs. Dass es da zwischen den beiden zu Spannungen kommen muss, ist nicht weiter verwunderlich.

Ella leidet auch in diesem zweiten Band noch immer unter dem Tod ihrer Mutter und fühlt sich verantwortlich. Ihr Vater, der dem Alkohol völlig verfallen ist, unterstützt sie in diesen Gefühlen auch noch und versucht seine eigenen Fehler und Schwächen auf die eigene Tochter abzuwälzen. Gegen diese Angriffe kann sich Ella nur schwer zur Wehr setzen und so kommt es regelmäßig zu Zusammenbrüchen. Nach einem von diesen beschließt Ella, Micha nicht länger eine Last sein zu wollen und sich erst einmal ihren eigenen Problemen zu widmen. Unterstützt wird sie dabei von Anna, ihrer Therapeutin. Micha reagiert natürlich geschockt auf diese Entscheidung, bemüht sich aber weiterhin, Ella ein guter Freund zu sein. Dabei hat auch er sein Päckchen zu tragen: nach Jahren des Schweigens hat sich sein Vater endlich bei ihm gemeldet und bittet ihn um einen Gefallen.

Ich muss es meiner Meinung vorweg nehmen: ich mag Jessica Sorensens Bücher wirklich. Ich liebe Callie und Kayden! Aber manchmal denke ich mir doch, die Autorin sollte sich mal an einem anderen Thema versuchen. Denn im Prinzip ist jedes Buch nur eine Abwandlung des vorherigen. Und wo Callie und Kayden noch Tiefe haben, sind Ella und Micha einfach nur anstrengend. Ständig hält einer den anderen auf Distanz und fühlt sich nicht wertvoll genug, dem anderen ein liebevoller Partner zu sein. Anstatt ehrlich miteinander umzugehen, fallen beide in kindische Verhaltensmuster zurück. Ich bin ja auch wirklich nicht prüde, aber jeden Konflikt mit heißem Sex lösen zu wollen, das erscheint mir doch ein wenig zu einfach, oder nicht?

Der Schluss ist auch schon im Titel angedeutet und nachdem Band 3 eine Hochzeit vorweg nimmt, ist es nicht weiter verwunderlich, dass es in „Für immer Ella & Micha“ ein Happy End gibt. Zugegeben: Ella hat einige Fortschritte gemacht, ein großes  Problem ist zumindest auf dem Weg zu einer Lösung und sie und Micha haben noch einiges mehr gemeinsam geschafft. Dennoch wirkt dieser Schluss auf mich ein wenig aufgesetzt und erzwungen. Der Klappentext von Band 3 lässt außerdem vermuten, dass wir auch dort nur eine erneute Variation ein und desselben Themas wiederfinden werden: einer der beiden wird vor dem Traualtar kalte Füße bekommen und davon überzeugt sein, den anderen nicht zu verdienen. Und dennoch werden am Ende alle glücklich sein. Aber was spotte ich eigentlich? Trotz all dieser Kritikpunkte entwickeln die Bücher von Jessica Sorensen einen unglaublichen Sog. Man muss einfach wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht, die einen zwar unbändig nerven, aber einem dennoch ans Herz gewachsen sind. Am meisten freue ich mich auf das Buch von Seth und Greyson – das könnte wirklich einmal etwas ganz anderes werden!

Fazit: ein typischer Jessica Sorensen-Roman, der einen stellenweise entnervt zurücklässt

3K