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Amy on the summer road / Morgan Matson

Cover Amy on the Summer RoadTitel: Amy on the Summer Road (Amy & Roger’s Epic Detour)

Autor: Morgan Matson

Seitenzahl: 480

Woher ich es habe: im Rahmen der NotizBuch-Aktion von der lieben Steffie erhalten – vielen Dank nochmal dafür!

„Amy on the Summer Road“ ist das Debüt der Amerikanerin Morgan Matson, aber es wird mit Sicherheit nicht das letzte Buch bleiben, das ich von der Autorin lesen werde. Inzwischen hat sie auch schon ihren zweiten Roman mit dem Titel „Second Chance Summer“ im Original veröffentlicht. Auch er steht schon ganz weit oben auf meiner Wunschliste.

Handlung:

Amy Curry freut sich in diesem Jahr nicht wirklich auf die Sommerferien. Erst vor wenigen Monaten ist ihr Vater bei einem Autounfall ums Leben gekommen und zu allem Überfluss will Amys Mutter nun auch noch das Haus, in dem die Familie gemeinsam gelebt hat, verkaufen. Weil Pamela Curry die schmerzlichen Erinnerungen nicht länger erträgt, soll Amy nun mit ihrer Mutter einmal quer durch das Land umziehen, von Kalifornien nach Conneticut. An der Sache gibt es nur einen Haken: das Familienauto muss ebenfalls dorthin transportiert werden. Und da sich Amy seit dem Autounfall nicht mehr hinter das Steuer eines Wagens traut, muss der Sohn von Pamelas bester Freundin diese Aufgabe übernehmen. So machen sich Amy und Roger auf einen abenteuerlichen Road Trip durch zig verschiedene Bundesstaaten auf, der sich schließlich so ganz anders entwickeln wird, als die beiden es am Anfang vermuten.

Eigene Meinung

Dass „Amy on the Summer Road“ ein ganz besonderes Buch ist, fällt schon beim ersten Durchblättern auf. Ich bin übrigens sehr erfreut darüber, dass die deutsche Ausgabe das Originalcover behalten durfte – es ist nämlich sehr stimmungsvoll und passt wundervoll zum Inhalt des Romans. Im Inneren zeigen sich sofort die grafischen Besonderheiten. „Amy on the Summer Road“ ist wie ein Scrap Book gestaltet, übrigens jenes Scrap Book, dass Amy von ihrer Mutter als Geschenk für den bevorstehenden Road Trip bekommt, um dort alle ihren wichtigen Erinnerungen festzuhalten. Und obwohl die zunächst gar nicht begeistert von der Idee ist, füllt sich das Buch und damit auch der Roman nach und nach mit den interessantesten Dingen: Kassenzettel, Restaurantrechnungen, Fotos, E-Mails und Prospekte von Sehenswürdigkeiten zieren die Seiten. Zudem ist die gesamte Reiseroute von Amy und Roger nachvollziehbar, jeder Bundesstaat, jede Station ist beschrieben. Man spürt dabei in jeder Zeile, dass die Autorin selbst diesen Road Trip unternommen hat; man fühlt sich als Leser selbst so, als sitze man mit den beiden sympathischen jungen Menschen im Auto und ließe sich den Fahrtwind um die Ohren brausen.

Getragen wird die Handlung von den beiden Protagonisten, Amy und Roger. Während Amy zu Beginn sehr verschlossen und traurig ist, präsentiert sich Roger als aufgeschlossener junger Mann, der Freude am Leben hat. In Gesprächen nähern sich die beiden nach und nach einander an und Roger gelingt es, mit Hilfe eines Frage- und Antwortspiels Amy ihre Gedanken und Gefühle zu entlocken. Doch auch Roger hat mit der Vergangenheit zu kämpfen und gemeinsam finden die beiden einen Weg zurück ins Leben, auch wenn sie dafür auf ihrer Reise durch die USA immer wieder einen Umweg nehmen müssen.

Notizen im Buch

Wie man sieht, wurde das NotizBuch kräftig genutzt 😉

Ein bedeutendes Thema im Roman ist außerdem die Musik. Immer wieder sind im Buch handgeschriebene Playlists zu finden, die Roger für die Fahrt durch die verschiedenen Bundesstaaten zusammengestellt hat. Wer möchte, der kann also noch tiefer in die Handlung und in die beiden Protagonisten eintauchen und sich die entsprechenden Songs anhören. Am Ende des Romans ist sogar eine Playlist von Amy zu finden, eine Tatsache, die im Roman eine große Wende darstellt und einiges über die Beziehung der beiden zueinander aussagt.

„Amy on the Summer Road“ ist ein Buch, wie das Leben es nicht besser schreiben könnte. Die ernsten Seiten und Themen des Lebens finden hier ebenso Platz wie unbeschwerte, fröhliche Momente. Von schmerzlichen Verlusten und Schuldgefühlen ist hier ebenso die Rede, wie von Liebe und Glück. Auf ihrer Reise begegnen Amy und Roger einer Reihe von hilfsbereiten Menschen und finden dabei auch zu sich selbst. Das Ende ist natürlich traurig, aber hoffnungsvoll zugleich. Der Leser kann so vieles mitnehmen aus diesem Buch, es ist gespickt mit wunderschönen Zitaten, Lebensweisheiten und einer großen Portion Freiheitsgefühl. Man möchte am liebsten selbst ins Auto steigen, um sich auf Amys und Rogers Spuren zu begeben.

Fazit: definitiv mein Jahreshighlight 2012 und einer meiner liebsten Romane überhaupt

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