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Die Flüsse von London / Ben Aaronovitch

Titel: Die Flüssen von London (Rivers of London)

Autor: Ben Aaronovitch

Seitenzahl: 478

Woher ich es habe: Selbst gekauft

„Die Flüsse von London“ ist der Debütroman des britischen Autors Ben Aaronovitch und Teil 1 der Reihe um den Constable Peter Grant. Der 2. Band – „Schwarzer Mond über Soho“ soll im Juli auf Deutsch erscheinen, bereits im Juni 2012 wird Gollancz den 3. Band mit dem Titel „Whispers under ground“ im Original herausgeben.

Handlung:

Peter Grant ist frisch ernannter Constable in London. Während  seine Kollegin und gute Freundin Lesley sich nach und nach zum Liebling ihres Vorgesetzten mausert, erscheint er selbst immer unkonzentriert und geistig abwesend. Deshalb soll er auch auf einen langweiligen Schreibtischposten abkommandiert werden, bis er eines Tages bei einer Mordermittlung in Covent Garden feststellt, dass er Geister sehen kann. Prompt erhält Peter ein Jobangebot: er soll bei Inspektor Thomas Nightingale in die Lehre gehen, dem letzten Zauberer Englands. Gemeinsam versuchen die beiden nun, den Mörder zu stellen, denn dieser macht nicht den Eindruck, als würde er sich mit einem Opfer zufriedengeben.

Eigene Meinung:

„Die Flüsse von London“ wird ausschließlich aus der Sicht des Protagonisten Peter erzählt und spielt im London der Gegenwart. Der Schreibstil ist witzig, fantasievoll und herrlich selbstironisch. Es gibt zahlreiche Anspielungen auf andere Vertreter des Genres, zum Beispiel auf Harry Potter, und die Sprache ist eine sehr moderne. Gepaart mit den magischen Elementen und den Rückblenden in Londons Vergangenheit ergibt sich eine interessante Mischung, die den Leser zu unterhalten weiß.

Die Figuren sind von den Protagonisten bis zu den Nebencharakteren grandios entworfen. Allen voran Constable Peter Grant, der sein neues Leben als Zauberlehrling mit erstaunlicher Gelassenheit erträgt, anstatt alles zu hinterfragen. Sein Meister hingegen ist zwar sehr charismatisch, hält sich aber über seine Vergangenheit oft bedeckt. Zum Beispiel wird den ganzen Roman über das Rätsel nicht gelüftet, wie alt Nightingale denn nun tatsächlich ist. Zu meinen Lieblingsfiguren gehören weiterhin die strebsame, aber loyale Lesley, die Haushälterin Molly, die den gesamten Roman über kein einziges Wort spricht und natürlich Toby, der Hund.

Die Haupthandlung um die Serie von Mordfällen wird immer wieder von einem Nebenstrang unterbrochen. In diesem lässt Aaronovitch die Flussläufe der Themse personifiziert auftreteten, in Gestalt von Mutter Themse und ihren Töchtern sowie Vater Themse und seinen Söhnen. Und wie es sich für Vater und Mutter gehört, tun die beiden eines schon seit Jahren: sie streiten sich. Ich muss gestehen, dass mir dieser Handlungsstrang stellenweise zu skurril war. Mutter Themse und ihre Töchter werden stereotyp als dunkelhäutige, großbusige Damen dargestellt, Vater Themse und seine Söhne als langhaarige Zigeuner. Ich für meinen Teil hätte gerne viel mehr über die Kriminalhandlung und über die Magie im Allgemeinen gelesen, vielleicht auch über die Vergangenheit einiger Charaktere.

Leider fiel es mir aufgrund der verschiedenen Handlungsstränge manchmal recht schwer, den Überblick zu behalten. Ich musste viele Seiten sehr genau lesen, um den Anschluss nicht zu verpassen und der Aufklärung des Mordes noch folgen zu können. Ein bißchen weniger Skurrilität und Witz hätte dem Roman an manchen Stellen gutgetan. Generell muss festgehalten werden, dass „Die Flüsse von London“ auch nur für solche Leser geeignet ist, die bereit sind, sich auf diesen Stil einzulassen.

Trotz dieser Schwachstellen fällt meine Bewertung immer noch sehr gut aus, denn ich bin einfach zu gespannt, wie es mit Peter und seinem Meister Nightingale weitergeht und ich hoffe, dass einige Geheimnisse noch in den nächsten Bänden gelüftet werden. Aaronovitch hat es auf jeden Fall geschafft, sich mit seinem Debütroman von anderen Büchern des Genres abzuheben.

Fazit:

Ein witziger, höchst skuriller Lesespaß für denjenigen, der sich auf den Roman einzulassen vermag.

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Die Flüsse von London / Ben Aaronovitch

Titel: Die Flüsse von London (Rivers of London)

Autor: Ben Aaronovitch

Seitenzahl: 478

Woher ich es habe: Selbst gekauft

Nach zahlreichen überschwänglichen Rezensionen im Büchertreff musste ich es mir einfach zulegen. (Immer dieser Gruppenzwang…^^) Und schließlich ist es auch so verlockend, eine Amazon-Bestellung versandkostenfrei werden zu lassen, indem man sich ganz selbstlos noch ein Taschenbuch in den Einkaufswagen legt. Zu allem Überfluss ist „Die Flüsse von London“ auch noch der erste Teil einer Reihe, Band 2 „Schwarzer Mond über Soho“ erscheint im Juli. Für mich als Brecht-Fan (Siehst Du den Mond über Soho aus „Die Dreigroschenoper“) ist natürlich allein schon dieser Titel eigentlich ein Grund, den Roman zu kaufen. Aber wir werden sehen…

Auch das Cover ist bereits ein Augenschmaus und die Stichworte Vampire und London versprechen, 2 meiner Lieblingsthemen miteinander zu verknüpfen. Ich freu mich drauf!

Handlung:

Peter Grant ist frischgebackener Police Constable, als man ihm einen unerwarteten Karrierevorschlag macht: Er soll Zauberlehrling werden, der erste in England seit fünfzig Jahren. Jetzt muss er sich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin aushandeln, Leichen in Covent Garden ausgraben… Alles ziemlich anstrengend. Und der Papierkram! (Klappentext)