My favorite mistake / Chelsea M. Cameron

SAM_2514_1Titel: My favorite mistake. Der beste Fehler meines Lebens

Autor: Chelsea M. Cameron

Seitenzahl: 402

Woher ich es habe: von Blogg dein Buch zur Rezension erhalten

Ich möchte mich ganz herzlich beim Mira Taschenbuch Verlag für die Übersendung des Buches bedanken!

Handlung:

Als Taylor Caldwell mit ihren Freundinnen Darah und Renee die gemeinsame Wohnheim-WG bezieht, ahnt sie noch nicht, dass schon bald jemand ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird. Dieser Jemand erscheint in Gestalt von Musiker und Bad Boy Hunter Zaccadelli, der als Ersatz für die abgesprungene vierte Mitbewohnerin mit in die Studentenbude einziehen soll. Taylor ist geschockt – sie soll sich mit einem Mann ein Zimmer teilen? Dabei ist sie doch lieber für sich und hütet zurückgezogen ein großes Geheimnis, das sie schon seit Jahren verfolgt. Doch auch Hunter verbirgt hinter seiner harten Schale einen weichen Kern und die beiden fühlen sich schon nach kurzer Zeit zueinander hingezogen. Kann Taylor ihre Angst vor Beziehungen dieses Mal überwinden? Und kann sie Hunter wenigstens einmal ganz und gar auf eine Frau einlassen?

Eigene Meinung:

Das Cover von „My favorite mistake“ ist leider nur teilweise gelungen. Gut gefällt mir der Collegeblock als Hintergrund und der schraffierte Titel. Passend dazu ist auch der Autorenname als angehefteter Notizzettel gestaltet. Ob man allerdings solche Dinge wie „New York Times Bestseller Autorin“ hinzufügen muss, das erscheint mir doch fraglich. So weckt man beim Leser unter Umständen Erwartungen, die das Buch nicht zu halten vermag, aber dazu später mehr. Weniger gut gefallen hat mir die farbliche Gestaltung des Covers und die Kritzeleien auf dem Block. Das mutet doch ein wenig kindlich an, wenn man bedenkt, dass hier Frauen und Mädchen angesprochen werden sollen, die dem Teenageralter bereits entwachsen sind. Aber grundsätzlich lässt sich bei dieser Titelgestaltung sagen: What you see, is what you get, nämlich eine zarte, bitter-süße Liebesgeschichte.

Inhaltlich bietet die Geschichte nichts wahnsinnig Neues, im Gegenteil: leicht schüchternes, verklemmtes Mädchen mit Vergangenheit trifft auf musikalischen Bad Boy mit Geheimnis. Natürlich kommen die beiden zu Beginn nicht gut miteinander klar. Zumindest mag sie ihn nicht und versucht ihn auf Distanz zu halten. Er sieht das Ganze am Anfang nur als Spiel, als Herausforderung, entwickelt dann aber doch – zum ersten Mal in seinem Leben – tiefe Gefühle. Dann folgt die unvermeidliche Wette, gefolgt von einem mehrere hundert Seiten langen Katz- und Mausspiel. Und natürlich wissen bereits alle anderen, dass Taylor und Hunter füreinander bestimmt sind, nur die beiden selbst nicht. Oder zumindest gilt das für Taylor für die nicht sein kann, was nicht sein darf. Hm, wo hab‘ ich das ganze schon mal gelesen? Ach ja, in fast jedem neu erscheinenden New Adult-Titel, so zum Beispiel in „Beautiful Disaster“ von Jamie McGuire.

Zugegeben: die Protagonisten sind wirklich sympathisch. So sympathisch, dass man am liebsten selbst in die Chaos-WG einziehen möchte und mit ihnen abendliche Kochsessions abhalten möchte. Mit Taylor leidet man sofort mit, möchte sie abwechselnd wachrütteln und tröstend in den Armen nehmen. Und Hunter ist natürlich so charmant wie nervtötend mit seiner oft herablassenden, dann aber auch überraschen sanften Art. Wenn es ihm dann nach einer ganzen Weile dann endlich gelingt, die Mauer, die Taylor all die Jahre um sich gebaut hat, einzureißen, dann nimmt einen das schon mit. Ergänzt wird dieses Pärchen von großartigen Nebenfiguren, allen voran Meg, die wohl beste Freundin, die man sich als Frau wünschen kann. Aber auch Taylors Schwester Tawny ist einfach klasse!

Zur eigentlichen Handlung gibt es dann nicht mehr viel zu sagen – die ist an sich ja schon vorprogrammiert. Was mich nur immer wieder fasziniert ist die Tatsache, dass Frauen, die so ein schweres Trauma mit sich herumtragen, dann doch bei der ersten Gelegenheit in den Armen des Mannes dahinschmelzen und der Sex natürlich sofort wundervoll ist. Das entspricht wohl kaum der Realität, aber nun ja… Trotz all dieser Kritikpunkte ging es mir mit „My favorite mistake“ wie bei allen ähnlichen Romanen dieser Art, die ich zuvor gelesen hatte. Sie entwickeln einfach einen wahnsinnigen Sog – die Seiten fliegen nur so dahin. Man leidet mit den Protagonisten mit und muss natürlich wissen, wie alles (hoffentlich gut) ausgeht. Das wird sicher nicht mein letzter New Adult-Roman gewesen sein, aber ich denke, ich mache diesbezüglich erstmal eine Pause.

Fazit: ein durchschnittlicher New Adult-Roman, der die Erwartungen an das Genre voll erfüllt

3K

 

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Ein Kommentar zu “My favorite mistake / Chelsea M. Cameron

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