Archiv | Februar 2014

Top Ten Thursday #152

Und schon wieder bin ich pünktlich dabei. Drei Mal in Folge – nicht schlecht, oder? 😉 Heute hat die liebe Alice ein (für mich) relativ schwieriges Thema ausgesucht. Es lautet diese Woche:

TopTenThursday

10 Bücher, die ihr gerne nochmal lesen wollt

  1. Die Stadt der träumenden Bücher / Walter Moers (einfach ein wundervoll phantasiereicher Roman)
  2. Der Name des Windes / Patrick Rothfuss (die beste Fantasy-Trilogie der letzten Jahre)
  3. Der Historiker / Elizabeth Kostova (Dracula mal ganz anders – und dabei mag ich eigentlich gar keine historischen Romane.)
  4. Buddenbrooks / Thomas Mann (einer meiner liebsten Klassiker)
  5. Krieg und Frieden / Lev Tolstoi (habe ich mit etwa 14 gelesen. Ich denke, heute würde ich dieses großartige Buch noch besser verstehen.)
  6. Raw Blue / Kirsty Eagar (Kein Buch hat mich in den letzten Jahren so berührt!)
  7. Crown of Midnight / Sarah J. Maas (Das Buch hat einige soooo wunderschöne Szenen – das muss ich nochmal lesen!)
  8. Krabat / Otfried Preußler (hat eine ganz besondere Bedeutung für mich)
  9. die Lieselotte-Bücher von Alexander Steffensmeier (grandiose Bilderbücher! Man beachte die Hühner.^^)
  10. Not a drop to drink / Mindy McGinnis (möchte ich auch irgendwann ein zweites Mal lesen, sehr beeindruckend)

Ja, dieses Thema war wirklich schwierig für mich, denn ich lese nur ganz selten ein Buch mehr als einmal – einfach, weil es noch viel zu viele neue Bücher gibt, die ich mir noch zu Gemüte führen will. Bei den 10 Büchern oben kann ich es mir aber immerhin vorstellen bzw. einige – wie „Krabat“ oder „Der Name des Windes“ – habe ich tatsächlich schon mehrfach gelesen.

Neu im Bücherregal

Ich gebe es zu, ich habe in der letzten Zeit ganz schön gesündigt, was meinen SuB angeht. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich immerhin noch einen Gutschein hatte, den es auszugeben galt. Und dank meines Mitarbeiterrabatts erhöht sich der Betrag, den ich zur Verfügung habe, ja auch noch. Und für drei der Bücher konnte ich auch gar nichts. Die sind noch aus der Bestellung vom letzten Verlagsabend.

Und das alles ist in der letzten Woche hier eingezogen:

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  • Für immer Ella & Micha / Jessica Sorensen (ein Gewinn vom Heyne Verlag – herzlichen Dank!)
  • Fürchte nicht das tiefe blaue Meer / April Genevieve Tucholke (Gutschein)
  • Schmetterlinge im Gepäck / Stephanie Perkins (Gutschein)
  • Abbi Glines / Little Secrets. Vollkommen verliebt (Gutschein)
  • Was vom Sommer übrig blieb / Tamara Bach (für 2,95 Euro aus der ME-Kiste auf der Arbeit gefischt)

SAM_2226Und vom Carlsen-Abend, auch hier einen herzlichen Dank an den Verlag!

  • Wie Blut so rot / Marissa Meyer (Luna Chroniken 2)
  • Jersey Angel / Beth Ann Bauman (erscheint am 25. April 2014)
  • Kiss me, kill me / Lucy Christopher

Eine schöne Ausbeute, oder? Nun muss ich nur noch alles lesen. Mit „Little Secrets“ bin ich schon durch – irgendwie hat es mir Abbi Glines angetan. Als nächstes möchte ich dann ihre Reihe über Della & Woods lesen, „Rush of love“ habe ich ja auch schon komplett durch. Überhaupt mag ich Romane in dieser Art zurzeit sehr. Deswegen werde ich auch bald den 2. Teil von Ella & Micha anfangen und freue mich auch schon sehr auf die Fortsetzung von „Weil ich Layken liebe“.

Top Ten Thursday #151

Yay, da bin ich wieder und habe doch tatsächlich meine guten Vorsätze eingehalten. Wie ihr sehen könnt, klappt das mit dem regelmäßigen Bloggen zurzeit ganz gut. *auf Holz klopf* Auch heute bin ich also wieder beim Top Ten Thursday von Alice dabei. Sie hat wieder einmal ein  interessantes Thema für uns parat, es lautet:

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10 Dinge, die auch an einem Charakter / einer Story während des Lesens stören

  1. Grundsätzlich kann ich Dreiecksbeziehungen nicht leiden. Zwar gibt es durchaus Romane, in denen ich das gelungen finde, aber dieses ständige „Frau zwischen 2 Kerlen“, wobei natürlich meistens einer der Nette, Sympathische und einer der Bad Boy ist, das geht mir doch ziemlich auf die Nerven.
  2. Passend dazu mag ich unerträglich naive und unselbstständige Protagonistinnen nicht. Frauen und Mädchen, die immer auf den Prinzen auf dem weißen Ross warten, der sie rettet, anstatt ihr Leben einmal selbst in die Hand zu nehmen. Das ist doch heute auch gar nicht mehr zeitgemäß.
  3. Klischees kann ich auch so gar nicht leiden. Mädchen aus gutem Hause trifft auf Bad Boy usw. Ihr wisst sicher, was ich damit meine. Charaktere dürfen schon gerne ein paar Schichten mehr haben.
  4. Ich mag es auch nicht, wenn eine Handlung überfrachtet mit Problemen ist, wenn ein Autor oder eine Autorin alle möglichen Themen in einen Roman gepackt hat, ohne dass die einen Sinn an dieser Stelle ergeben. Es gibt Bücher, die finden da eine gute Balance, dass es nicht übertrieben wirkt und solche, da hat man wirklich das Gefühl, jemand wollte bestimmte Dinge unbedingt einbringen, wusste aber nicht, wie.
  5. Mir ist bewusst, dass es bei der Masse an erhältlichen Büchern schwer ist, noch etwas Neues zu schaffen. Aber die endlosen Variationen ein- und desselben Themas langweilen mich doch. Junges Mädchen trifft geheimnisvollen, schönen(!) Mann, der sich als Vampir/Werwolf/Geist etc. entpuppt. -> Sorry, kenn‘ ich schon! Auch bei den Dystopien gibt es inzwischen wenig Innovatives.
  6. In Liebesgeschichten stört es mich auch, wenn sich ein Hin und Her zwischen den beiden Turteltauben wirklich über das gesamte Buch hinzieht und sich immer wieder gleiche Konflikte wiederholen. (Seltsamerweise entwickeln solche Geschichten trotzdem einen Sog auf mich. Das versteh‘ mal einer…)
  7. Nervig finde ich es auch, wenn ein Charakter seinen eigenen Wert nicht erkennt und sich ständig selbst herabsetzt. Meistens sind das hübsche junge Mädchen mit einem klugen Kopf, die meinen, sich vor dick geschminkten, reichen Tussis verstecken zu müssen. So etwas ärgert mich – Mädels, wo ist euer Selbstwertgefühl?
  8. Was auch gar nicht geht, ist für mich, wenn eine Handlung nicht ordentlich recherchiert ist. Wenn man als Leser merkt, der Autor oder die Autorin weiß gar nicht so genau, worüber er da spricht. Im Gegenzug finde ich nämlich, dass man es einfach spürt, wenn jemand in seiner eigenen Geschichte aufgeht und sich etwas dabei gedacht hat.
  9. Selbes wie für Punkt 8 gilt auch für Rechtschreibfehler. Da bin ich vielleicht pingelig und es geht mir da auch nicht um einzelne Makel, aber ein ordentliches Lektorat muss schon sein, finde ich!
  10. Ich mag zu 99% keine historischen Settings. Woran das liegt, kann ich nicht genau festmachen. Es ist nicht so, dass ich ein Desinteresse für Geschichtliches hätte, im Gegenteil, aber historische Romane sind zum Großteil einfach nicht meines. Da lese dann lieber ein Sachbuch oder sehe eine Dokumentation dazu.

So, das war es für heute wieder. Es war wirklich interessant, sich mal damit zu beschäftigen, was einen so an Charakteren und Handlungsfäden stört. Manches hat man da sofort im Kopf, für manches musste ich ein wenig in meinem Gedächtnis kramen und mir ansehen, was ich an von mir eher schlecht bewerteten Büchern zu bemängeln hatte. Jetzt bin ich schon sehr gespannt, was mir zum nächsten Top Ten Thursday so einfallen wird.

Wanted. Ja. Nein. Vielleicht / Lena Hach

SAM_2218_1Titel: Wanted. Ja. Nein. Vielleicht

Autor: Lena Hach

Seitenzahl: 153

Woher ich es habe: von Blogg dein Buch zur Rezension erhalten

Ich möchte mich herzlich bei Beltz & Gelberg für die Übersendung des Buches bedanken. Bestellen könnt ihr es hier.

„Wanted. Ja. Nein. Vielleicht“ ist das erste Jugendbuch der in Berlin lebenden Autorin Lena Hach. Sie studierte Germanistik, Anglistik und Kreatives Schreiben und arbeitet heute als freie Journalistin und Schriftstellerin. Es lohnt sich definitiv, Lena Hach im Auge zu behalten. Nähere Informationen zu ihr gibt es auf ihrer Homepage.

Handlung:

Liebeskummer der Stufe zehn, das ist die Diagnose von Finns bestem Freund Moritz. Denn der versucht gerade mit einem ausgeklügelten Anti-Liebeskummer-Plan, Finn über die Trennung von Sofie hinwegzuhelfen. Fast ein Jahr waren die beiden zusammen und Finn, der von einem Tag auf den anderen verlassen wurde, weiß so gar nicht, wie er mit dieser Situation umgehen soll. Doch dann trifft er eines Tages auf Lara, die wahnsinnig lustige und kreative Abrisszettel in ganz Berlin aufhängt. Dieses Mädchen muss Finn unbedingt kennen lernen und so macht er sich, natürlich mit Moritz‘ Hilfe, auf die Suche. Und als sich sich für Finn endlich das Blatt zu wenden scheint, passieren auf einmal einige unvorhergesehene Dinge. Wie wird er damit zurechtkommen? Und kann es ein Happy End für Finn und Lara geben?

Eigene Meinung:

Cover und Titel sind, in meinen Augen, sehr gut auf den Inhalt abgestimmt. Auf dem vorderen Einband sind die Köpfe eines Jungen und eines Mädchen zu sehen, die beide perfekt zu den Beschreibungen von Finn und Lara passen. Er mit seinen auffallenden roten Locken und sie mit dem dunklen Haar und dem leicht geheimnisvollen Aussehen. Der Titel des Romans spielt auf die Abrisszettel an, die das treibende Element der Handlung darstellen. Auch das Layout ist in diesem Fall sehr gelungen, denn die Worte Ja, Nein und Vielleicht sind wie die kleinen Abriss-Abschnitte auf einem von Laras Zetteln gestaltet – wirklich eine schöne Idee! Im Inneren kommt das Buch dann eher schlicht daher, bildet aber glücklicherweise Laras kleine Kunstwerke ab. Und die machen einem wirklich Lust darauf, selbst solche Abrisszettel aufzuhängen oder zumindest welche in der eigenen Heimatstadt zu entdecken.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Lara und Finn jeweils in der Ich-Form erzählt. Wer gerade an der Reihe ist, das verrät die Kapitelüberschrift. Die beiden sind auf ihre Art jeweils sehr sympathische und witzige Figuren. Lara fällt durch ihre Unangepasstheit und ihre Kreativität auf. Sie ist anders, als die anderen Mädchen in ihrem Alter und dessen ist sie sich auch bewusst. Finn hingegen ist eigentlich ein ganz normaler Teenager, der unter dem Verlust seiner ersten großen Liebe leidet. Von der lässt er sich leider auch gerne einmal manipulieren, so dass man ihn am liebsten an den Schultern packen und schütteln möchte. Ein Highlight ist Finns bester Freund Moritz. Äußerlich ein völliger Nerd, der natürlich auch Mitglied im Schachclub ist, zieht er seltsamerweise die Blicke der Mädchen mehr auf sich, als Finn mit seinem feuerroten Schopf. Dem gegenüber ist er absolut loyal und hat für sich beschlossen, ihm schnellstmöglich aus seinem Liebeskummer zu helfen.

Was sich eigentlich nur nach einer ganz normalen Liebesgeschichte für junge Leser anhört, entwickelt im Lauf der Handlung eine ungeahnte Tiefe. Neben Beziehungsproblem und Freundschaft tauchen auf einmal andere Themen wie Homosexualität, Verlust eines Kindes, Depression und Scheidung auf. Diese fügen sich gut in den Plot ein, ohne allzu aufgesetzt oder übertrieben zu wirken. Und in solchen Situationen geschieht es auch, dass Finn zeigt, was in ihm steckt und was ihn vielleicht von anderen Jungs in seinem Alter unterscheidet. Obwohl er oft nicht weiß, was er sagen soll, wenn Lara ihm von ihrem Leben erzählt, so ergreift er doch nicht die Flucht und tut, was er am besten kann: Zuhören.

Am Ende muss Finn für sich eine wichtige Entscheidung treffen – eine Entscheidung, nicht nur zwischen zwei Mädchen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Nein, es ist auch eine Entscheidung, zwischen zwei Arten von Beziehungen, zwei Arten, in Zukunft weiter zu leben. Will er lieber die sorglose, aber doch einseitige Beziehung mit Sofie fortsetzen, für die er immer noch etwas empfindet oder will er mit Lara etwas ganz Neues, Ernsthafteres, aber auch Schwieriges wagen. Mit dem Schluss bin ich so zufrieden, wie er ist, auch wenn er doch recht abrupt kommt und eine Menge Dinge offen lässt. Generell sind knappe 150 Seiten natürlich etwas kurz für einen Roman und haben für mich eher einen Novellen-Charakter, weil sie eigentlich nur einen Ausschnitt präsentieren. Dieser Ausschnitt hat mich aber sehr gut unterhalten und macht mich neugierig darauf, was wir sonst noch von Lena Hach erwarten können.

Fazit: ein schönes Jugendbuch für Leser ab 12, das gut und gerne noch ein paar Seiten mehr hätte vertragen können

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Top Ten Thursday #150

Endlich, nach fast 1,5 Jahren, nehme ich mal wieder am „Top Ten Thursday“ der lieben Alice teil. Inzwischen sind wir schon bei der laufenden Nummer 150 angekommen – wow, wie die Zeit vergeht! Und deshalb gibt es heute auch eine besondere Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist:

TopTenThursdayEure 15 Lieblingsbücher

  1. Die Stadt der träumenden Bücher / Walter Moers
  2. Der Name des Windes / Patrick Rothfuss
  3. Raw Blue / Kirsty Eagar
  4. Krabat / Otfried Preußler
  5. Not a drop to drink / Mindy McGinnis
  6. Tiger Lily / Jodi Lynn Anderson
  7. Throne of Glass. Die Erwählte / Sarah J. Maas
  8. Daughter of Smoke and Bone. Zwischen den Welten / Laini Taylor
  9. Die gesamte Flavia de Luce-Reihe von Alan Bradley (Da kann ich keinen einzelnen Band auswählen!)
  10. Splitterherz / Bettina Belitz
  11. Buddenbrooks / Thomas Mann
  12. Tintenherz / Cornelia Funke
  13. Der Wind in den Weiden / Kenneth Grahame
  14. Dash & Lily’s book of dares / Rachel Cohn & David Levithan
  15. Just one day / Gayle Forman

Wie man sieht ist meine Liste ein bunter Mix aus Fantasy, Jugendbüchern und Klassikern. Krimis lese ich zwar auch gerne, aber das sind, in meinen Augen, einfach keine Romane, die einem noch eine ganze Weile im Gedächtnis bleiben, sondern eher kurzweilige Lektüre. So, und jetzt nehme ich mir auch noch ganz fest vor, auch nächste Woche wieder beim „Top Ten Thursday“ dabei zu sein. Mal sehen, ob das klappt. 😉