Perfect Chemistry / Simone Elkeles

Cover Perfect ChemistryTitel: Perfect Chemistry

Autor: Simone Elkeles

Seitenzahl: 357

Woher ich es habe: Als Mängelexemplar gekauft

„Perfect Chemistry“ ist der erste Band einer Young Adult-Reihe der Amerikanerin Simone Elkeles, der deutsche Titel lautet „Du oder das ganze Leben“. In jedem der drei Bände begleitet der Leser einer der drei Fuentes-Brüder. Alles beginnt mit dem ältesten Bruder Alex, in den Folgebänden „Rules of Attraction“/“Du oder der Rest der Welt“ und „Chain Reaction“/“Du oder die große Liebe“ spielen seine beiden jüngeren Brüder Carlos und Luis die Hauptrolle. Außerdem hat Simone Elkeles noch eine weitere Trilogie und eine zweibändige Reihe verfasst. Da mir „Perfect Chemistry“ wirklich gut gefallen hat, wird das wohl auch nicht mein letztes Buch der Autorin bleiben.

Handlung:

Brittany Ellis und Alex Fuentes können unterschiedlicher nicht sein. Während Brittany aus einer reichen, weißen Familie stammt, heißt Alex eigentlich Alejandro, stammt aus Mexico und ist Mitglied einer Gang. Als die beiden im Chemieunterricht als Laborpartner eingeteilt werden, können sie sich zunächst nichts Schlimmeres vorstellen, als die nächsten Monate miteinander an einem Projekt zu arbeiten. Brittany führt die Cheerleader an und hat, wie könnte es auch anders sein, eine Beziehung mit dem Star des Football-Teams. In dieses Bild passt der selbstbewusste, aggressiv erscheinende Alex natürlich nicht hinein und auch dessen Freunde aus der Gang sind nicht unbedingt Fans von Brittany. Vor allem seine Exfreundin Carmen bewacht Alex mit Argusaugen. Doch nach und nach lernen Brittany und Alex sich besser kennen und finden heraus, dass der jeweils andere nicht der ist, den er nach außen hin darstellt.

Eigene Meinung:

Das Cover von „Perfect Chemistry“ ist recht schlicht gehalten. Auf dem schwarzen Buchumschlag ist ein junges Paar zu sehen, das rein äußerlich auf jeden Fall Brit und Alex darstellen könnte, auch wenn der gute Alejandro als Mitglied einer Gang wohl kaum Tribaltattoos tragen würde, aber immerhin schon ein Anfang. Nimmt man den Schutzumschlag ab, so setzt sich die Schlichtheit auch auf den Buch selbst fort. Auf dem Rücken prangen in pinkem Aufdruck Autorenname, Titel und Verlag, ansonsten ist der Roman schmucklos schwarz. Für die deutsche Ausgabe wurde das Cover übrigens beibehalten, was mir gut gefällt. Weniger gelungen finde ich den deutschen Titel „Du oder das ganze Leben“, weil er unnötig verkitscht ist und die Doppeldeutigkeit des englischen Titels nicht fassen kann.

Auf den ersten Blick ist die Handlung recht stereotyp und einfach. Brittany ist das typische, reiche, amerikanische Highschoolmädchen. Sie legt viel Wert auf ihr Aussehen und darauf, was andere von ihr denken, ist Captain der Cheerleader und bringt gute Noten nachhause. Alejandro hingegen ist der klassische Ruhestörer, der in der ärmeren Gegend der Stadt wohnt, in der hauptsächlich Mexikaner leben. Mit seiner Gang verbreitet er Angst und Schrecken an der Schule, auch Brittany bildet da keine Ausnahme. Dass die beiden sich aber schließlich doch ineinander verlieben werden, ist auch keine große Überraschung – was genau mochte ich also so sehr an dem Roman?

Was anfänglich wie eine simple Schwarz-Weiß-Zeichnung wirkt, wandelt sich nach und nach zu einem Roman über das Gefangensein in einer Welt, in der man nicht bleiben möchte. Anschaulich wird dies in den beiden Protagonisten Brittany und Alex. Im Verlauf der Handlung erhält der Leser Einblicke in das Leben der beiden so unterschiedlichen jungen Menschen und erfährt wichtige Details. Zum Beispiel, dass Brit sich zuhause aufopfernd um ihre behinderte Schwester Shelly kümmert und eigentlich ihr ganzes Leben nach ihr ausrichtet. Oder dass sie ständig das Gefühl hat, die Erwartungen ihrer Eltern erfüllen zu müssen, weil Shelly das eben nicht kann. Und auch Alex hat seine warme, seine verletzliche Seite, die sich zeigt, wenn er sich liebevoll um seine Mutter und seine beiden Brüder sorgt. Oder wenn er darüber nachgrübelt, wie er den Ausstieg aus der Gang schaffen kann, ohne seine Familie zu gefährden. Und so ergeben sich auch wunderschöne, tiefsinnige, manchmal aber auch traurige Gespräche zwischen Brit und Alex. Eigentlich haben sie doch so vieles gemeinsam und dennoch leben sie in zwei völlig unterschiedlichen Welten, die sich scheinbar nicht verbinden lassen, oder vielleicht doch?

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist wirklich anrührend, auch wenn man sich am Anfang noch wünscht, Alex möge doch endlich einmal seine harten Sprüche und Brittany ihre Arroganz ablegen. Doch was danach folgt, ist eine zarte Liebe zwischen zwei Menschen, die nicht gelernt haben, sich einmal nur um sich selbst zu kümmern und die miteinander endlich einmal wieder so etwas wie Glück verspüren. Doch bald stellen sich ihnen auch schon die nächsten Hindernisse in den Weg – kann eine Liebe Bestand haben, wenn sie so viele Widrigkeiten überwinden muss? „Perfect Chemistry“ gibt die Antwort darauf.

Fazit: eine an manchen Stellen etwas vorhersehbare, aber trotzdem wunderschöne Liebesgeschichte

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