Archiv | August 2012

Top Ten Thursday #78

Endlich schaffe ich es nach langer Pause mal wieder, am Top Ten Thursday der lieben Alice teilzunehmen. Heute gibt sie uns die Chance, unser liebstes Thema, das wir verpasst haben, noch einmal nachzuholen. Ich habe mir deshalb dieses hier ausgewählt:

 Eure 10 liebsten Romanfiguren
 
  1.  Christian Buddenbrook aus den „Buddenbrooks“ von Thomas Mann
  2.  Severus Snape aus „Harry Potter“ von J.K. Rowling
  3.  Eric Northman aus der „Sookie Stackhouse“-Reihe von Charlaine Harris
  4. Staubfinger aus der „Tinten-Trilogie“ von Cornelia Funke
  5. Rose aus der „Vampire Academy“-Reihe von Richelle Mead
  6. Eliza D. Braun aus „Books & Braun“ von Pip Ballantine & Tee Morris
  7. Fuchs aus „Reckless“ von Cornelia Funke
  8. Kvothe aus „Königsmörder“-Trilogie von Patrick Rothfuss
  9. Hildegunst von Mythenmetz aus „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers
  10. Tucker Avery aus „Unearthly“ von Cynthia Hand
Nächste Woche muss ich schwer in meinem Gedächtnis kramen, denn dann lautet das Thema „10 Bücher die ihr in der Schule gelesen habt“.

Knochenfinder / Melanie Lahmer

Titel: Knochenfinder

Autor: Melanie Lahmer

Seitenzahl: 459

Woher ich es habe: Von Blogg dein Buch zur Rezension erhalten

Ich möchte mich recht herzlich beim Bastei Lübbe-Verlag für die Übersendung des Buches bedanken. Bestellen könnt ihr es übrigens hier.

„Knochenfinder“ ist der erste Roman der Autorin Melanie Lahmer; er wurde von der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen mit einem Stipendium ausgezeichnet. In der Autorenbeschreibung vorne im Roman konnte ich außerdem lesen, dass sie selbst Geocacherin ist, Frau Lahmer weiß also, wovon sie spricht.

Handlung:

Im Rothaargebirge verschwindet der 17-jährige Schüler René spurlos. Noch während sich die Kommissarin Natascha Krüger auf die Suche nach dem jungen Mann macht, werden in 2 Geocaching-Verstecken in der Gegend abgetrennte Finger entdeckt. Schon bald darauf ist klar, dass zwischen beiden Ereignissen eine Verbindung besteht und Renés Leben ernsthaft in Gefahr ist. Natascha und ihre Kollegen Lorenz und Winterberg dringen immer tiefer in die Geocaching-Szene vor, machen aber auch an der Schule des verschwundenen Jungen grausige Entdeckungen. Vor allem Winterberg belastet der Fall sehr, schließlich gehen seine beiden Söhne auf die selbe Schule wie René und so fühlt er sich zwischen seiner Rolle als Vater und seinem Beruf hin- und hergerissen. Weiß sein älterer Sohn Niklas mehr als er zugeben will? Und wird das Team den verschwundenen Schüler rechtzeitig finden können, bevor der Täter sein schreckliches Werk vollenden kann?

Eigene Meinung:

„Knochenfinder“ wird in personaler Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Mal erlebt der Leser hautnah die polizeilichen Ermittlungen mit, mal nimmt der Erzähler die Perspektive des Opfers oder des Täters ein. So gewinnt die Handlung zwar auf der einen Seite an Dimension, auf der andere Seite ist so aber auch schnell das Geschlecht des Täters verraten und der Verdächtigenkreis zumindest um einige wenige Personen verringert. Mit dem Schreibstil hatte ich zu Beginn meine Probleme. Einige Szenen waren in meinen Augen recht unbeholfen und nicht stimmig beschrieben, an anderen Stellen waren die verwendeten Begrifflichkeiten fast schon stereotyp. Auch die wörtliche Rede ist zum Teil nur wenig authentisch, so dass ich oft das Gefühl hatte, die betreffende Person würde so einfach nicht sprechen. Trotz allem liest sich der Roman nach anfänglichen Schwierigkeiten aber flüssig und die Handlung nimmt an Fahrt auf.

Die Kommissarin Natascha Krüger ist zwar durchaus sympathisch beschrieben, dennoch blieb sie für mich den Roman über recht blass. Auf der einen Seite mochte ich ihren tierlieben Charakter, auf der anderen Seite fiel es mir aber schwer, darüber hinaus eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Generell gilt das leider für die meisten Personen: Winterbergs Umgang mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen konnte ich nicht nachvollziehen, ebenso war für mich die Stimmung im Team nicht greifbar. Handelt es sich hier tatsächlich um treu sorgende Kollegen oder um einen bunt zusammengewürfelten Haufen, in dem sich keiner für den anderen interessiert? Ein wenig Emotion kommt eigentlich erst in den Handlungsverlauf, als auch eines der Teammitglieder verschwindet.

Im Großen und Ganzen hatte Melanie Lahmer wohl einfach das Pech, dass ich kurz vor ihrem „Knochenfinder“ Ursula Poznanskis Geocaching-Roman „Fünf“ gelesen hatte. Das Grundgerüst ist nun wirklich sehr ähnlich: in Geocaching-Verstecken werden Körperteile gefunden, eine Ermittlerin macht sich mit ihrem Team auf die Suche, eine zarte Liebesgeschichte bahnt sich an usw. Natürlich geht die Handlung an vielen Punkten auch stark auseinander; so erweitert Melanie Lahmer ihren Roman noch um das Themengebiet „Gewalt(verherrlichung) an Schulen“, während Ursula Poznanski sich ganz auf das Geocaching konzentriert. Dennoch fällt mir im direkten Vergleich deutlich auf, dass in „Fünf“ einiges besser gelungen ist, so zum Beispiel die Tiefe der Charaktere oder der aufgebaute Spannungsbogen.

Am Schluss des Romans folgt dann auch der obligatorische Showdown, leider wurde ich aber auch hier enttäuscht. Im Verlauf der Handlung hatte ich die verschiedensten Theorien entwickelt, wer der Täter sein könnte und aus welchen Gründen er handeln könnte. Dabei war für mich grundsätzlich jeder verdächtig, denn von Sebastian Fitzek und ähnlichen Autoren bin ich gewohnt, dass alles immer ganz anders ist, als es erscheint. Deshalb war ich von der Auflösung des „Knochenfinders“ auch recht ernüchtert und auch das Motiv des Täters schien mir nur bis zu einem gewissen Maß nachvollziehbar. Wäre der Roman vielleicht meine erste Lektüre zu diesem Thema gewesen, hätte ich möglicherweise einen größerem Lesespaß verspürt – so hält sich meine Begeisterung aber leider in Grenzen.

Fazit: ein durchschnittlicher Lesegenuss für Geocaching-Fans

Lieblingsserien #1: Summer Series by Jenny Han

Jenny Han gehört für mich zu den absoluten Neuentdeckungen in diesem Sommer. Im Büchertreff stieß ich schon vor einiger Zeit auf die „Summer Series“ der sympathischen Amerikanerin, doch es sollte noch ein Weilchen dauern, bis ich die wunderschöne, sommerliche englische Ausgabe der Trilogie von meinem SuB befreite. In wenigen Tagen hatte ich schließlich alle drei Bände verschlungen und die Reihe und ihre Charaktere haben einen festen Platz in meinem Herzen erobert.

Handlung:

Die 16-jährige Belly kennt die beiden Brüder Conrad und Jeremiah Fisher schon ihr gesamtes Leben, denn Bellys Mutter Laurel und Susannah, die Mutter der beiden Jungs, sind seit je her beste Freundinnen. Und so verbringt Belly alle Sommer, seit sie denken kann, gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Steven im Sommerhaus der Fishers in Cousin’s Beach. Schon seit sie ein kleines Mädchen war, bewundert sie Conrad, den älteren der beiden Brüder, der allerdings in ihr nie etwas anderes gesehen hat, als eine kleine Schwester. Doch diesen Sommer ist auf einmal alles anders: es ist der Sommer, in dem Belly sich von einem hübschen kleinen Mädchen zu einer schönen jungen Frau entwickelt, ein Sommer, in dem ihre Gefühle für Conrad immer wieder auf eine harte Probe gestellt werden. Es ist aber auch der Sommer, in dem Belly erfährt, dass Susannah unheilbar krank ist und dies vielleicht der letzte Sommer ist, den beide Familien so miteinander verbringen werden.

Eigene Meinung:

Beim Kauf standen mir zwei Ausgaben zur Wahl: die weiße, eher schlichte mit den Fotocovern von Simon & Schuster Books for Young Readers und die farbenfrohe von Razor Bill (Penguin). Meine Wahl fiel auf letztere, da sie in meinem Augen das sommerliche Thema perfekt herausstellt. Jeder Band der Reihe hat eine andere Grundfarbe und ein anderes Basismotiv: Band 1 ist himmelblau mit Blumen, Band 2 orange mit Herzen und Band 3 hellrot mit Hufeisen und Glöckchen. Die knallig pinke Schrift lässt dabei an der Zielgruppe keinen Zweifel, es sind ganz klar Bücher für Mädchen bzw. jungen Frauen.

    

Die „Summer Series“ lebt von ihren wunderbaren Charakteren. Mit Belly konnte ich mich von Anfang an identifizieren; in Band 1 ist sie ein typischer Teenager, der zwischen dem Drang erwachsen zu sein und dem Wunsch, für immer Kind bleiben zu können, hin- und herschwankt. Sie ist eine treue Seele, ihr Herz hat sie schon seit Jahren an Conrad verschenkt, auch wenn der ihre Gefühle bisher nicht erwidert hat. Zu Jeremiah hingegen verbindet sie eine tiefe Freundschaft, die beiden sind sich in vielen Dingen ähnlich und verstehen sich oft ohne Worte. Die „Fisher Boys“ sind ebenfalls sehr interessante Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Conrad der stillere, zurückgezogenere von beiden ist, hat Jeremiah stets einen Scherz auf den Lippen und sprüht nur so vor Energie. Da sind Konflikte natürlich vorprogrammiert und Belly gerät immer wieder zwischen die Fronten. Tolle Figuren sind darüber hinaus auch die beiden Mütter Laurel und Susannah. Selbst die besten Freundinnen lieben sie die Kinder der jeweils anderen wie die eigenen und bilden so eine einzige große Familie.

Die Handlung wird immer abwechselnd aus der Perspektive verschiedener Personen erzählt, mal von Belly, mal von Jeremiah oder Conrad. So erlebt der Leser die Geschichte nicht nur aus einem Blickwinkel, sondern hat die Chance, jeden der 3 Protagonisten besser kennen zu lernen und die Dinge aus seiner Sichtweise zu betrachten. Dementsprechend ist die Sprache, an die jugendlichen Erzähler angepasst, eine einfache und schnörkellose, die dennoch oft eine unglaubliche Tiefe hat und Sätze hervorbringt, die einem die Tränen in die Augen treiben. Vor allem diese Stelle ist mir im Gedächtnis geblieben:

It was a summer I’d never, ever forget. It was the summer everything began. It was the summer I turned pretty. Because for the first time, I felt it. Pretty, I mean. Every summer up to this one, I believed it’d be different. Life would be different. And that summer it finally was. I was. 

Die Reihe begleitet die beiden Familien über mehrere Jahre hinweg, in denen viele schöne, aber auch traurige Dinge geschehen. Susannahs Krankheit spielt ebenso eine Rolle wie die Dreiecksgeschichte zwischen Belly, Conrad und Jeremiah. Als Leser erlebt man hautnah mit, wie die Teenager erwachsen werden, wie sie sich durch Schicksalsschläge verändern, wie sie ihren Abschlussball erleben und aufs College gehen. Aber auch die Erwachsenen haben ihr Päckchen zu tragen. Während Susannah von ihrem Mann betrogen und allein gelassen wird, haben Bellys Eltern sich auseinandergelebt. Im Zentrum all dieser Handlungselemente steht dabei immer der Sommer und das Haus in Cousin’s Beach, das zu einem Symbol für eine Zeit geworden ist, in der beide Familien noch glücklich waren. In den Abschnitten, die nicht dort, sondern im Alltag spielen wird deutlich, wie viel dieser Ort eigentlich bedeutet und wie fehl am Platze sich vor allem Belly oft fühlt, wenn sie wieder in New York ist. In Cousin’s Beach ist sie zuhause, hier ist ihr Rückzugsort, wenn sie vor der Welt da draußen fliehen will.

Die eigentlich Liebesgeschichte ist sehr einfühlsam geschildert. Auch wenn jeder Leser unter den beiden Brüdern sicher einen Favoriten hat, so sind Bellys Gefühle und ihre Verwirrtheit stets nachvollziehbar und wirken nicht übertrieben. Ich konnte gut verstehe, was sie an Conrad fasziniert, ebenso aber, was sie in Jeremiah sieht. Gerührt hat mich dabei immer wieder ihr Bruder Steven, der trotz der tiefen Freundschaft zu beiden immer wieder klarstellt: „Du bist meine kleine Schwester, Dein Glück kommt an erster Stelle für mich.“ Am Ende des dritten Bandes steht eine Hochzeit, ich will hier aber natürlich nicht verraten, für welchen Bruder sich Belly entscheidet und ob vielleicht nicht doch noch ein anderer Mann ihr Leben tritt. Nur so viel: ich war mit Schluss zufrieden, auf der anderen Seite aber auch wehmütig, weil ich gerne mehr von Belly und den „Fisher Boys“ gelesen hätte.

Reihenfolge:

1. The summer I turned pretty / Der Sommer, als ich schön wurde
2. It’s not summer without you / Ohne Dich kein Sommer
3. We’ll always have summer / Der Sommer, der nur uns gehörte

Fazit: Die perfekte Trilogie für den Sommer, die durch großartige Charaktere besticht.

Tödliche Gaben / verschiedene Autoren

Titel: Tödliche Gaben

Autor: verschiedene

Seitenzahl: 215

Woher ich es habe: selbst gebraucht gekauft

Für eine meiner Challenges musste ich im Juli ein Buch mit Kurzgeschichten lesen. Und obwohl es eigentlich ein Weihnachtsbuch ist, fiel meine Wahl auf „Tödliche Gaben“ – eine Sammlung von Kurzkrimis der verschiedensten Autoren, darunter zwei meiner Lieblinge: Sebastian Fitzek und Simon Beckett. Weihnachtskrimis mitten im Sommer? Nun ja, eine rechte Weihnachtsstimmung kam beim Lesen sowieso nicht auf. Nur die wenigsten der 11 Geschichten spielen tatsächlich an Weihnachten und für einige davon ist das Fest eigentlich nur „schmückendes Beiwerk“ und fließt sonst kaum in die Handlung ein. Schade eigentlich, aus dem Thema hätte man mehr machen können.

Eigene Meinung:

Von den insgesamt 11 Kurzgeschichten konnten mich, ehrlich gesagt, nur wenige begeistern. Im Gegenteil: die meisten waren enttäuschend. Vor allem von Simon Beckett hätte ich mir wirklich mehr erwartet, zumal er nicht nur die Sammlung eröffnet, sondern es sich sogar um eine Erzählung aus seiner David Hunter-Reihe handelt. So wird der forensische Anthropologe im tiefsten Schneefall zu einem Leichenfund gerufen, diskutiert kurz mit den Anwesenden, wirft einen schnellen Blick auf die Tote und schon ist die Geschichte vorbei. Mehr als unspektakulär, kann ich da nur sagen – eine Enttäuschung auf der ganzen Linie. Die Folgegeschichte von Oliver Bottini um einen Mörder, der nach 15 Jahren Gefängnis Rache an denjenigen nimmt, die ihn hinter Gitter gebracht haben, hat schon mehr Potenzial, erscheint dann aber doch zu konstruiert.

Chris Mooney hingegen macht mit seiner Geschichte um seine Darby McCormick-Reihe Lust auf mehr. Eine interessante Ermittlerin sowie ein spannender, wenn auch nur kurz angerissener Fall machen neugierig auf die Romane. Auch der Deutsche Friedrich Ani überzeugt mit „Wo es dem Verbrecher schmeckt“.  Die Geschichte um ein geplantes Verbrechen, das sich auf einmal völlig anders entwickelt, ist extrem spannend und gut konstruiert und somit wandert der Autor mit auf meine Merkliste. Linwood Barclay steuert mit „Wichteltod“ einen der wenigen Kurzkrimis bei, die tatsächlich auch etwas mit Weihnachten zu tun haben. Der Autor war mir zwar vorher schon namentlich bekannt, gelesen hatte ich aber noch nichts von ihm. Gut gefallen hat mir an der Erzählung auf jeden Fall, dass sie auch humorvolle Züge hat.

Ein weiterer Favorit aus dem Sammelband ist Erzählung der Finnin Leena Lehtolainen um ihre Ermittlerin Maria Kallio und ein kleines Mädchen, das während der Feiertage entführt wird. Skandinavische Krimis interessieren mich ja schon eine Weile und die Reihen der beiden Autorinnen Viveca Sten (Schweden) und Yrsa Sigurðardóttir (Island) gehören zu meinen absoluten Lieblingsreihen. Schön, dass ich nun noch eine Finnin mit auf die Liste setzen kann, denn auf die Mario Kallio-Reihe habe ich dank der Kurzgeschichte richtig Lust bekommen. Leider machen bereits die nächsten beiden Geschichten von Felicitas Mayall und Jay Bonansinga den guten Eindruck wieder zunichte. Ein naiver, selbstverliebter Pater auf Verbrecherjagd und ein Landstreicher, der sein Gedächtnis verloren hat und von Elfen verfolgt wird – nein, das konnte mich nun wirklich nicht überzeugen.

Veit Heinichens Kurzgeschichte „Der Baum“ verdient zwar die Bezeichnung Krimi nicht, zeichnet aber immerhin recht amüsant die Freuden der Vorweihnachtszeit nach. So hat der Kommissar Proteo Laurenti in dieser Erzählung nicht etwa mit Verbrechern zu kämpfen, sondern – und das ist möglicherweise noch viel schlimmer – mit seinen beiden Töchtern, die kurzer Hand den Fiat Punto ihrer Mutter zum Diebstahl eines riesigen Weihnachtsbaumes missbraucht haben. Dass das nicht ohne Schelte des Herrn Papa und vor allem nicht ohne Kratzer im Lack von Statten gehen kann, ist natürlich klar. Sehr komisch! Reihe und Autor landen ebenfalls auf dem Muss-ich-lesen-Zettel.

Nach einer durchschnittlichen Erzählung von Kate Pepper über eine Sekretärin, die zu viel weiß und ihren kriminellen, aber immerhin gut aussehenden Chef, bin ich dann endlich bei dem Kurzkrimi angelangt, auf den ich schon das gesamte Buch über gewartet habe: „Allein“ von Sebastian Fitzek. Zum Glück enttäuscht er im Gegensatz zu Simon Beckett den Leser hier nicht. Die Geschichte um Jacob Sinner, seine Frau Katharina und einen schrecklichen Albtraum wird in gewohnt spannender Fitzek-Manier erzählt und natürlich folgt am Ende wieder einmal die überraschende Wendung.

Das Buch schließt mit einer kurzen Vorstellung aller im Band versammelten Autoren, was durchaus hilfreich ist, denn so erhält man einen guten Überblick und kann sich die Reihen der neu entdeckten Autoren notieren. Begeistert bin ich nach der Lektüre von „Tödlich Gaben“ zwar nicht, aber immerhin habe ich den ein oder anderen Autor kennengelernt, den ich mir gerne näher ansehen möchte. Für jemanden, der die meisten Autoren des Bandes schon kennt, dürfte das Ganze jedoch keine lohnende Anschaffung sein.

Fazit: Eine eher durchwachsene Krimi-Sammlung mit einigen wenigen Highlights

Trailer zu „Linna singt“

script5 hat auf Facebook ein Gewinnspiel zu „Linna singt“ von Bettina Belitz gestartet. Wer den Trailer zum Buch sowie den Verweis zur Verlagswebsite auf seinem Blog postet und den Link dann bis zum 15. August an facebook@script5.de schickt, der kann eines von 10 Vorabrezensionsexemplaren gewinnen. Ist doch klar, dass ich da einfach mitmachen muss, ich warte schon so sehnsüchtig auf das Buch!

Handlung:

Seit fünf Jahren hat Linna sie nicht mehr gesehen: Maggie, Simon, Jules und Falk, die ehemaligen Mitglieder ihrer Band. Nun treffen sie sich in einer Hütte in den Bergen wieder, um für einen Auftritt zu proben.
Linna hatte eigentlich keinen Grund, Maggies Einladung zu folgen, denn was die anderen nicht wissen: Seit damals hat sie keinen Ton gesungen. Doch etwas treibt sie an, sich ihrem alten Leben zu stellen: die Erinnerung an eine Nacht mit Falk, dem Gitarristen. Linna muss sagen, was vor fünf Jahren unausgesprochen blieb, und sie muss hören, ob Falk eine Antwort hat.

Bald beginnt die von Anfang an gespannte Atmosphäre zu kippen: Was als zwangloses Wiedersehen geplant war, wird zum zermürbenden Psychospiel, bei dem Linna immer mehr als Lügnerin dasteht. Sie gerät in einen Strudel aus Verdächtigungen, Abhängigkeiten und tragischen Missverständnissen, der sie schließlich zwingt, die Erinnerung an vergangenen Schmerz zuzulassen. Denn dort liegt der Schlüssel zu allem: der Grund dafür, dass Linna nicht mehr singt. (Text von der Verlagswebsite)