Archiv | Februar 2012

Das Frühjahrsprogramm des IVI-Verlags

Wie ihr sicherlich schon wisst, startet am 12. März das neue Imprint des Piper Verlags  – der IVI Verlag – mit dem Erscheinen seines Frühjahrsprogramms. Die 4 Titel im Überblick:

         

Mich sprechen wirklich alle 4 Bücher extrem an. Das beginnt natürlich mit der jeweiligen Handlung und erstreckt sich über die wundervollen Cover. Vor allem „Starters“ möchte ich unbedingt haben, denn die Leseprobe des Romans hat mich sehr neugierig gemacht. Hier noch eine kurze Beschreibung zu jedem Roman:

Starters / Lissa Price

Nach einer unvorstellbaren Katastrophe gibt es nur noch sehr alte und junge Menschen. Mittellos kämpfen die 16-jährige Callie und ihr kleiner Bruder auf der Straße ums Überleben. Callie entschließt sich daher zu dem Undenkbaren: Sie verleiht ihren Körper an einen alten Menschen, dessen Bewusstsein übernimmt ihren Körper und kann so wieder jung sein. Doch alles verläuft anders als geplant …

Die Body Bank, ein mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde – um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss …

Frostkuss / Jennifer Estep

Sie sind die Nachkommen sagenhafter Kämpfer wie Spartaner, Amazonen oder Walküren und verfügen über magische Kräfte. Auf der Mythos Academy lernen sie, mit ihren Fähigkeiten umzugehen und sie richtig einzusetzen.

Im Mittelpunkt der Serie steht die 17-jährige Gwen Frost, die über ein außergewöhnliches Talent verfügt: Sie besitzt die »Gypsy-Gabe« – bei der eine einzige Berührung ausreicht, um alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu wissen. Doch dabei spürt Gwen nicht nur die guten Gefühle, sondern auch die schlechten und die gefährlichen. Auf der Mythos Academy soll sie lernen, mit ihrer Gabe sinnvoll umzugehen. Aber was Gwen nicht weiß: Die Studenten werden dort ausgebildet, um gegen den finsteren Gott Loki zu kämpfen. Und obwohl sie der Meinung ist, an der Mythos Academy nichts verloren zu haben, erkennt Gwen bald, dass sie viel stärker ist als gedacht und all ihre Fähigkeiten brauchen wird, um gegen einen übermächtigen Feind zu bestehen.

Ascheträume / Maurizio Temporin

Thara findet sich plötzlich wieder in einer Welt aus Asche, in der sie eine Liebe findet – dazu bestimmt, sie zu verbrennen.

Thara ist ein 17-jähriges Mädchen, das ihre violetten Augen hasst. Sie möchte nichts lieber als ein ganz normales Leben führen. Alles ändert sich jedoch, als sie an einer Schwertlilie riecht und der Duft sie an einen düsteren Ort entführt: Eine Welt aus Asche, in der alles, was in der Realität verbrannte, wieder aufersteht. In dieser lebensfeindlichen Welt lernt sie Nate kennen, der dort gefangen gehalten wird. Thara verliebt sich in Nate, auch wenn jede Berührung für sie bedeutet, dass sie zu Asche zerfällt. Beim Versuch, ihn zu befreien, öffnet Thara unwissentlich einem Wesen ein Tor, das nur darauf gewartet hat, ihre Welt in Schutt und Asche zu legen …

Sommerfalle / Debra Chapoton

Eddie ist ein Außenseiter in der Schule, hat keine Freunde, fällt nicht auf. Doch er ist verliebt – in die hübsche Rebecca. Und keiner seiner Mitschüler bemerkt, dass er einen teuflischen Plan entwickelt …

Tu das nicht, mach dies nicht, sitz still, komm her – Regeln über Regeln bestimmen den Alltag von Eddie. Er wächst mit seiner Mutter auf, zerrissen zwischen Sehnsucht und Hass. In der Schule beachtet ihn niemand. Darum bemerkt auch niemand sein besonderes Interesse an Rebecca. Um sie ganz für sich zu haben, entführt er sie und versteckt sie in einer Waldhütte, um mit ihr nach seinen Regeln zu spielen. Damit beginnt für Rebecca ein wahrer Albtraum. Sie kann sich befreien und fliehen. Doch dann begeht sie einen Fehler und wird wieder gefangen. Je öfter Rebecca glaubt, ihrem Peiniger entkommen zu sein, desto tiefer gerät sie in seine Fallen. Und selbst als sie bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert wird, scheinbar gerettet, wartet er schon an ihrem Bett, um da zu sein, wenn sie aufwacht …

Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr einen Favoriten unter den Neuerscheinungen? Welches Cover gefällt euch am besten? Werdet ihr einen oder mehrere Romane kaufen? Und wie findet ihr insgesamt das Konzept des neuen Imprints?

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Raw Blue / Kirsty Eagar

Titel: Raw Blue

Autor: Kirsty  Eagar

Seitenzahl: 274

Woher ich es habe: bei fishpond.com bestellt

Ich kann euch verraten, es ist gar nicht so einfach, an dieses Buch heranzukommen! Da es bisher nur in Australien erschienen ist, wird es auch nur von dort aus vertrieben. Auf der Seite der Autorin wurde schließlich fishpond.com als Bezugsquelle empfohlen und dort habe ich es auch bestellt. Nach ein paar Wochen ungeduldigen Wartens kam es nun endlich an! Wie ich auf dieses Buch gestoßen bin? 2 tolle Rezensionen bei Greads und Bibliophile Brouhaha haben mich vollkommen überzeugt und wahnsinnig neugierig auf das Buch gemacht. Jetzt liegt es ganz oben auf meinem SuB und ich kann es gar nicht erwarten, die erste Seite aufzuschlagen.

Handlung:

Carly has dropped out of uni to spend her days surfing and her nights working as a cook in a Manly cafe. Surfing is the one thing she loves doing, and the only thing that helps her stop thinking about what happened two years ago at schoolies week. And then Carly meets Ryan, a local at the break, fresh out of jail. When Ryan learns the truth, Carly has to decide. Will she let the past bury her? Or can she let go of her anger and shame, and find the courage to be happy? A powerful story about a teenage girl recovering from her painful past, set in the surfing culture of Sydney’s northern beaches.

Göttlich verdammt / Josephine Angelini

Titel: Göttlich verdammt (Starcrossed)

Autor: Josephine Angelini

Seitenzahl: 494

Woher ich es habe: gebraucht gekauft

„Göttlich verdammt“ ist der erste Teil der Starcrossed-Trilogie der Amerikanerin Josephine Angelini. Der zweite Band – „Göttlich verloren“ – erscheint im Mai 2012.

Handlung:

Die 16-jährige Helen lebt mit ihrem allein erziehenden Vater Jerry auf der Insel Nantucket. In der Schule ist sie schon seit jeher eine Außenseiterin, nur ihre beste Freundin Claire hält seit ihrer Kindheit fest zu ihr. Doch eines Tages geschieht etwas Unerwartetes: die Familie Delos zieht auf die Insel. Claire schwebt sofort im siebten Himmel und sieht sich und Helen im Geiste bereits mit jeweils einem der überirdisch schönen Delos-Jungen verheiratet. Als Helen jedoch Lucas Delos zum ersten Mal auf dem Gang ihrer Schule trifft, hat sie nur einen, ihr selbst völlig unerklärlichen Gedanken: sie muss ihn töten!

Meine Meinung:

Zunächst möchte ich eines fragen: Wer hat sich bitte den Titel „Göttlich verdammt“ ausgedacht? Der englische Titel ist wunderschön und passt einfach perfekt. Der Ausdruck „starcrossed“ ist uns wohl am besten aus Shakespeares „Romeo und Julia“ bekannt und charakterisiert eine Liebe, der das Schicksal einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Ich gebe zu, dieser Begriff ist nicht einfach in einen deutschen Titel zu übersetzen, dennoch hätte der Verlag, meiner Meinung nach, hier eine bessere Wahl treffen können. Auch das Cover der englischen Harper Teen-Ausgabe (hier zu sehen) finde ich gelungener; es gibt einfach schon zu viele Jugendbuchcover wie das von „Göttlich verdammt“.

Nun aber zurück zum Inhalt. Die Geschichte wird aus einer auktorialen Sichtweise erzählt. Dabei bleibt der Erzähler häufig bei seiner Protagonistin Helen, wechselt hin und wieder aber auch den Standpunkt, um parallel ablaufende Geschehen zu schildern. Die Sprache ist an die Zielgruppe des Romans angepasst und daher eher einfach und klar gehalten. Als Grundthema zieht sich die griechische Mythologie wie ein roter Faden durch den Roman. Die gesamte Familie Delos trägt – mit Ausnahme von Lucas – Namen von griechischen Sagengestalten, was logisch erscheint, wenn man ihre Herkunft bedenkt. Denn nach und nach erfährt Helen, dass die Delos und sie selbst Scions sind, Nachfahren der griechischen Götter und damit Halbgötter. Jeder von ihnen verfügt über besondere Fähigkeiten, von denen jedoch eine besser ausgebildet ist, als die anderen. Helen wird auf einmal klar, warum sie sich all die Jahre so anders und fremd in Gesellschaft ihrer Mitschüler gefühlt hat. Nur schwer findet sie Zugang zu der neuen Welt und den neuen Gaben, die sich ihr eröffnen.

Nachdem Lucas und sie sich gegenseitig das Leben gerettet haben, scheint der unbändige Hass, den Helen bei seinem Anblick verspürt hat, verschwunden zu sein und die beiden werden zu einem untrennbaren Gespann. Doch obwohl Lucas dasselbe wie sie zu empfinden scheint, sträubt er sich dagegen, Helen körperlich näher zu kommen. Und schon bald muss diese erfahren, weshalb: ihrer beider Liebe zueinander ist mit einer Art Fluch belegt. Sollten Helen und Lucas dieser Liebe nachgeben, wird es erneut einen Krieg zwischen den Göttern und den Scions geben. Eine schwere Bürde, die nun auf den Schultern der beiden Teenager lastet. Sollen sie es dennoch wagen, sich ihrer Liebe hinzugeben? Gibt es vielleicht einen Ausweg aus diesem Schicksal, zu dem sie verdammt sind?

Betrachtet man den Aufbau der Handlung, so fällt schnell eine frappierende Ähnlichkeit zu den Grundelementen der Bis(s)-Saga auf. Eine Familie, die plötzlich in einen Ort zieht, bestehend aus 3 Jungen und 2 Mädchen. Eine Familie, die schöner zu sein scheint, als alle anderen, in der darüber hinaus noch jeder über eine besondere Gabe verfügt. Dazu noch ein Mädchen, das sich als Außenseiterin fühlt und mit ihrem allein erziehenden Vater zusammenlebt. Ich muss gestehen, dass mir diese Ähnlichkeiten über lange Strecken des Romans doch zu weit gingen. Natürlich ist „Göttlich verdammt“ kein Vampirroman und die Idee, den trojanischen Krieg mit in die Handlung einzubauen, finde ich auch wirklich gelungen. Dennoch ist Stephenie Meyers Reihe so bekannt, dass Josephine Angelini besser daran getan hätte, ihre Figuren deutlicher voneinander abzuheben. Wenn man es noch klarer formulieren möchte, so ist „Göttlich verdammt“ wohl eine Mischung aus Bis(s), der Schattenjägertrilogie von Cassandra Clare und der Percy Jackson-Reihe von Rick Riordan.

Dennoch hatte mich der Roman schnell in seinen Bann gezogen. Die Figuren, allen voran die kleine, aber schlagfertige Claire, sind mir sofort an Herz gewachsen. Und wie Teenager habe ich auf den ersten Kuss zwischen Helen und Lucas gewartet, die doch wie füreinander geschaffen sind. Zum Ende des Roman kann ich nicht allzu viel sagen, denn ich möchte nichts verraten. Nur so viel: Ich wusste, dass eine bestimmte Sache ans Tageslicht kommen würde, das musste einfach so sein. Der erste Band endet jedenfalls mit einem Cliffhanger und ich bin etwas frustriert, dass ich noch einige Monate auf den Nachfolgeband warten muss. Denn ich möchte Helen und Claire, Lucas, Jason und Hector und Cassandra und Ariadne möglichst bald wiedersehen.

Fazit:

Eine stellenweise vorhersehbare Handlung mit vielen bekannten Gesichtern und Motiven, die den Leser trotz allem in ihren Bann zieht.

Top Ten Thursday #52

Diese Woche ist das Thema bei Alice wieder ein bißchen schwieriger für mich, es lautet nämlich:

Eure 10 liebsten Dystopien

Ich erlaube mir jetzt einfach mal ein wenig zu schummeln, denn allzu viele Dystopien habe ich noch nicht gelesen. Dafür sind umso mehr auf meiner Wunschliste, die ich jetzt gerne miteinbeziehen möchte.

Gelesen:

1. Die Tribute von Panem-Trilogie von Suzanne Collins

2. Die Stadt der Blinden / José Saramago

3. Alterra 1. Die Gemeinschaft der Drei / Maxime Chattam (lese ich gerade)

4. Brave New World / Aldous Huxley

Ungelesen:

5. Matched / Ally Condie (Cassia & Ky 1)

6. Gone 1: Verloren / Michael Grant

Auf der Wunschliste:

7. Die Welt, wie wir sie kannten / Susan Beth Pfeffer

8. A long, long sleep / Anna Sheehan

9. Delirium / Lauren Oliver

10. Die Stadt der verschwundenen Kinder / Caragh O‘ Brien

Auf das Thema der nächsten Woche freue ich mich extrem, es heißt nämlich „Eure 10 liebsten Märchen“ und ich liebe Märchen einfach! Das Thema war eines meiner Masterthemen und bin schon von klein auf ein großer Fan von Märchen, egal ob es sich um die schriftliche Form, um Langspielplatten / Kassetten oder Märchenfilme handelt.

The man who rained / Ali Shaw

Titel: The man who rained

Autor: Ali Shaw

Seitenzahl: 264

Woher ich es habe: selbst gekauft

„The man who rained“ ist nach „The girl with glass feet“ der 2. Roman des Briten Ali Shaw. Nachdem ich von seinem Debütroman bereits so begeistert war, konnte und wollte ich auf keinen Fall auf die Übersetzung warten und so zog das englische Original vor einigen Wochen in mein Bücherregal ein.

Handlung:

Nach dem Tod ihres Vaters fühlt sich die 29-jährige Elsa in New York nicht mehr wohl. Sie sehnt sich immer mehr nach einem Ort, an dem sie noch nie zuvor gewesen ist, einem Ort, den sie nur einmal aus dem Fenster eines Flugzeugs gesehen hat: Thunderstown. Und so lässt Elsa tatsächlich eines Tages ihren Freund, der ihr gerade einen Heiratsantrag gemacht hat, und ihre Mutter zurück und folgt ihrem Schicksal in den kleinen Ort mit den extremen Wetterschwankungen. Bei einer Wanderung durch die Berge begegnet Elsa schließlich Finn und ist sofort von ihm fasziniert. Doch Finn ist kein normaler junger Mann – er trägt einen Sturm in sich.

Meine Meinung:

Mit „The man who rained“ begibt sich Ali Shaw inhaltstechnisch nicht unbedingt auf neues Terrain. Auch in seinem zweiten Roman sind Außenseiter Dreh- und Angelpunkt der Handlung, die aus einer auktorialen Erzählperspektive geschildert wird. Elsa erinnert dabei ein wenig an Ida aus „The girl with glass feet“. Auch sie hat ein Elternteil verloren und befindet sich auf der Suche nach einem neuen Leben und sich selbst. Getrieben wird sie dabei immer von der Angst, eingesperrt zu sein und sich zu sehr auf jemanden einzulassen. Deshalb flieht sie aus der Enge New Yorks in das fiktive Thunderstown. Dem Autor gelingt es gut, ein Bild des kleinen Ortes zu erzeugen, mit seinen zahlreichen engen Gassen, die stets auf die düstere, etwas unheimliche Kathedrale zuführen. Mit seinen mißtrauischen und abergläubischen Einwohnern und seinem wechselhaften Wetter.

Unter den Dorfbewohnern stechen besonders 3 Charaktere heraus: Daniel, der wortkarge Wildhüter Thunderstowns und Finns Ziehvater, Kenneth, der Elsa in seinem Haus aufnimmt und wie sie den Verlust eines geliebten Menschens zu verwinden hat und Dot, eine ältere, wetterbegeisterte Nonne mit großer Menschenkenntnis und einem noch größeren Herz. Und gerade diese liebevolle Gestaltung der Personen ist es, die für mich einen großen Teil des Reizes an diesem Buch ausmacht. Der andere Teil ist das Leitmotiv des Wetters, es verbindet eigentlich alle Handlungsteile und Charaktere miteinander. Ali Shaw entwirft dabei wundervolle Stimmungsbilder von zerstörerischen Tornados, sich auftürmenden, dunklen Wolkenbergen, von prasselndem Regen und dichtem, alles verbergenden Nebel. Die Besessenheit vom Wetter bringt Elsas Vater den Tod und schenkt ihr selbst ein neues Leben: mit Finn.

Die Liebesgeschichte zwischen Elsa und Finn wird sehr vorsichtig erzählt. Die beiden bewegen sich wie scheue Kleinkinder aufeinander zu. Dabei haben sie so vieles gemeinsam; Elsa wuchs ohne Vater auf, Finn ohne Mutter. Beide fühlen sich unwohl in der großen, weiten Welt da draußen, sind eigentlich gar kein Teil von ihr. Und weil Elsa das Wetter so sehr liebt, fühlt sie sich erst recht zu Finn hingezogen. Doch die Beziehung der beiden wird überschattet: Finn kann den Sturm in sich nicht kontrollieren und muss deshalb fürchten, Elsa ohne es zu wollen zu verletzen. Währendessen beginnen die Bewohner von Thunderstown mit einer Hetzjagd auf Finn, denn sie halten ihn für „Old Man Thunder“, eine Gestalt ihrer Legenden. Nur wenn er getötet wird, ist Thunderstown nicht länger der Willkür des Wetters ausgeliefert.

Und damit komme ich zu meinem einzigen Kritikpunkt an dem Roman: dem Ende. Es fiel mir  – wie bei „The girl with glass feet“ auch – nicht schwer, die übernatürlichen, fantastischen Elemente der Handlung als gegeben hinzunehmen. Dennoch finde ich, dass der Autor mit seinem Schluss doch etwas zu sehr ins Absurde abdriftet und damit seine in sich stimmige Geschichte ins Wanken bringt. Zumal man sich trotz dieser Wendung unweigerlich fragen muss, wie es denn nun weitergehen soll. Ich hätte mir für Elsa und Finn einfach ein anderes Ende gewünscht. Und das hätte nicht einmal ein Happy End sein müssen, nur ein Ende, dass dieser eigentlich wunderschönen Geschichte würdig ist.

Fazit:

Ein wirklich schöner Roman mit tollen sprachlichen Bildern, der es jedoch nicht ganz mit der Magie seines Vorgängers aufnehmen kann.