Jäger der Nacht / Nalini Singh

Titel: Jäger der Nacht (Visions of Heat)

Autor: Nalini Singh

Seitenzahl: 372

Woher ich es habe: Als Geschenk erhalten

„Jäger der Nacht“ ist der 2. Band aus Nalini Singhs Gestaltwandlerreihe. Nachdem der 1. Band „Leopardenblut“ die Geschichte der E-Medialen Sascha Duncan und des DarkRiver-Alphas Lucas erzählte, dreht sich dieser um die Begegnung der V-Medialen Faith NightStar mit dem Außenseiter des Rudels, dem Jaguar Vaughn.

Handlung:

Faith NightStar ist in ihrer Welt eine mächtige V-Mediale. Mit ihrer Fähigkeit, extrem genaue Voraussagen für die Zukunft zu treffen, ist sie bares Geld für ihren Clan und die Gesellschaft der Medialen im Allgemeinen wert. Doch als ihre Schwester Marine kaltblütig ermordet wird und Faith dies zwar in einer Vision sehen, ja sogar miterleben muss, aber nichts tun kann, beginnt sie an ihrer Welt zu zweifeln. Und obwohl sie seit ihrer Kindheit noch nie den Schutz der Medialen verlassen hat, schleicht sie sich heimlich in das Revier der DarkRiver-Leoparden, um die einzige Person zu finden, die ihr helfen kann: Sascha Duncan. Auf dem Weg zu Sascha trifft Faith auf den Jaguar Vaughn und es kommt, wie es in dieser Reihe nun einmal kommen muss; die beiden verlieben sich ineinander.

Meine Meinung:

Nalini Singhs Gestaltwandler-Reihe ähnelt in ihrem Aufbau einigen anderen Reihen, die wir vor allem aus dem Themenbereich der Vampire kennen. Wie zum Beispiel bei Black Dagger von J.R. Ward oder Midnight Breed von Larian widmet sich jedes Buch der Reihe der Geschichte eines Rudels- bzw. Bruderschaftsmitglieds mit seiner weiblichen Seelenverwandten. Eher im Hintergrund entwickelt sich dann Band für Band eine größere Handlung. In meinen Augen sind diese Romane also zuallererst Liebesgeschichten; damit muss man rechnen, wenn man sich eine dieser Reihen vornimmt. Und natürlich werden auch einige Klischees bedient. Allein die Namensgebung in „Jäger der Nacht“ spricht Bände – Faith NightStar hätte wohl ebenso gut eine Karriere im Porno-Business starten können. Und natürlich wird auch wieder ausführlich das Liebesspiel der beiden Protagonisten beschrieben – aber das lässt den hartgesottenen Lxy-Leser ja schon lange nicht mehr mit roten Ohren zurück.

Wie die beiden anderen genannten Reihen fesselt die Autorin ihre Leser vor allem durch ihre Charaktere, die einem ab der ersten Seite an Herz wachsen. Geschickt bindet sie immer mehr Nebenfiguren in die Handlung ein, streut einzelne Bemerkungen in Bezug auf deren Vergangenheit und Zukunft, so dass man unbedingt wissen möchte, wie es mit dem DarkRiver-Rudel oder den SnowDancer-Wölfen weitergeht. Doch auch der Hauptstrang der Geschichte ist durchaus interessant und wartet mit einigen Science Fiction-Elementen auf. Die Welt der Medialen ist ebenso faszinierend wie erschreckend und es gibt eine Vielzahl von Rätseln und offenen Fragen, die sich wohl in den folgenden Bänden noch auflösen werden. Hier bin ich vor allem auf die Geschichte des Netkopfs gespannt.

Viel mehr gibt es zu diesem Roman nicht zu sagen. Liebhaber der Serie erwartet ein gut geschriebener, unterhaltender Band der Reihe. Bereits im ersten Teil hatte Nalini Singh dafür gesorgt, dass man den einsamen, beinahe gebrochenen Vaughn kennenlernt; umso größer ist nun für Fans die Freude, dass auch ihn ein Happy End erwartet. Und auch das ist vielleicht ein Grund für den Erfolg der Serie: Die Liebe siegt eben immer.

Fazit:

Für Fans der Reihe ein Muss und Genuss, für Liebhaber von High Fantasy und hochkomplizierten Plots eher ungeeignet.

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